Logo: Reha- und Behindertensport Solingen e.V.

Kleine Tischtennis-Chronik des Vereins

Unser Verein wurde im November 1953 unter dem Namen „Versehrtensport Gemeinschaft Solingen“ gegründet. 1994 benannte sich der Verein in „Behindertensport Solingen“ um und seit 2010 führt er den Namen „Reha- und Behindertensport Solingen 1953 e.V.

Tischtennis ist eine der wenigen Sportarten, die fast unabhängig von den Behinderungen, ob stehend oder im Rollstuhl, ausgeübt werden kann. Nach den Weltkriegen kehrten viele Menschen als Kriegsversehrte mit schlimmen Behinderungen zurück und so entstand bald der Wunsch, sich in Versehrtensport-Vereinen zusammen zu schließen. In Solingen waren das Faustball, Leichtathletik, Fußballtennis, Tischtennis, Schwimmen und Volleyball.

Über mehr als 20 Jahre wurde Tischtennis zwar mit sportlichem Ehrgeiz, aber ohne offizielle Meisterschaft  gespielt. Im Vordergrund standen Freundschaftsbegegnungen mit anderen Vereinen. Das änderte sich 1973 als die TT-Mannschaft erstmals an den Rundenspielen des Behindertensport-Verbandes NRW teilnahm. Nach vielen Jahren in der Oberliga gelang es 1978 in die höchste NRW-Klasse, die Landesliga, aufzusteigen, denen im Wechsel Ab- und Wiederaufstieg folgten. 1997 kehrte die Mannschaft in die Landesliga zurück und gehört seit dem zu den etablierten Mannschaften im BRSNW-Landesverband. 2003 qualifizierte sie sich erstmals für die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Ein besonderes Ereignis war der Gewinn der Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb und der Bronzemedaille im Einzel 1980  durch den Sportkamerad Ludwig Mauelshagen bei der Behinderten-Olympiade im holländischen Arnheim. Ralf Meis holte 1997 erstmals den Titel eines Deutschen Einzelmeisters. Neben den Rundenspielen nahm die Mannschaft an vielen Einladungsturnieren in Nordrhein Westfalen und Holland teil. Höhepunkt waren jährlich die Besuche in der holländischen Partnerstadt Gouda zu Himmelfahrt. 2003 zog es den mehrfachen Paralympics-Sieger Jochen Wollmert zu uns. Mit ihm nahm die Mannschaft 2004 zum ersten Mal an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften teil und belegte gleich einen guten 5. Platz. Danach kamen 2004 die Deutschen Einzelmeister Jan Brinkmann, Andreas Nau und Meinolf Mast zu uns. Mit diesen Spielern war die „Creme de la Creme“ der Deutschen Tischtennisspieler in einer Mannschaft vereint. 2005 schloss sich der Topspieler Andre Kritzmann der Mannschaft an. Seit dem ging es rasant aufwärts, elf Titel in Folge seit 2005 bei Deutschen Mannschaftsmeisterschaften sowie kaum zu zählende zahlreiche Deutsche Einzeltitel von Jan Brinkmann, Andreas Nau, Andre Kritzmann und Dennis Freye folgten. Herausragend waren die Paralympics-Siege von Jochen Wollmert 2005, 2008 und 2012, der dafür den Ehrenring der Stadt Solingen erhielt. Wollmert wechselte 2014 zu Borussia Düsseldorf, um sich dort auf die Paralympics 2016 vorzubereiten. Er bleibt dem Verein als Ehrenmitglied verbunden. Mit den Neuzugängen des Nationalspielers Thomas Rau und Christian Upmann 2014 gewann die Mannschaft den Titel eines Deutschen Mannschaftsmeisters 2015 in Bad Segeberg zum elften Mal in Folge. Das Endspiel gegen Borussia Düsseldorf konnte sie mit 6:4 Punkten gewinnen.

Der RBS Solingen stellt seit über einem Jahrzehnt die erfolgreichste Tischtennis-Mannschaft im Behindertensport in Deutschland. In all diesen Jahren wurden die Spieler mit vielen Preisen von der Stadt Solingen geehrt. Höhepunkt aller Ehrungen war die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Solingen im August 2015 (Bild rechts).

 

Meister-Serie reißt beim 13. Mal:

Pressebericht SolTageblatt 070717 TT-DMM in Homberg

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